Patenfamilie

Blindenführhunde wachsen nicht bei einer sehbehinderten Person auf. Welche Rolle übernehmen Sie dabei?

Zeit

Wir suchen immer wieder Familien oder auch alleinstehende Personen, die einen Welpen für ein bis eineinhalb Jahre aufnehmen und bei sich betreuen möchten, bis er dann in die Blindenführhundeschule zur Ausbildung zurückkehrt. Das Wichtigste für eine Patenschaft ist Zeit, erfordert doch der Junghund am Anfang viel Aufmerksamkeit. Unterstützt werden Sie von der Schule mit viel Information und regelmässig stattfindenden Junghundetrainings.
Die sorgfältige Auswahl ist sehr wichtig, um einen arbeitsfreudigen, friedfertigen und sicheren Blindenführhund auszubilden.

Erziehung

Einmal in der Patenfamilie platziert, erhält der Junghund die nötige Erziehung und wird geprägt von ganz vielen Eindrücken. In den regelmässig stattfindenden Junghundetrainings, welche die Blindenführhundeschule organisiert, sammeln die Hunde wichtige Lebenserfahrung, die sie auf die anspruchsvolle Aufgabe als Blindenführhund vorbereitet. Verschiedene Übungen im Gelände, der Natur und in der Stadt geben dem Hund Sicherheit und fördern seine Selbstständigkeit. Sehr wichtig sind aber auch Gehorsams- und Appellübungen und das Trainieren der meist italienisch klingenden Befehle der zukünftigen Führhunde. Wichtig sind auch Ferienerlebnisse oder Ausflüge mit Bahn, Boot oder sogar mit dem Flugzeug für den angehenden Blindenführhund.

Geduld

Der Welpe braucht viel Zuneigung, Geduld und Umwelterfahrungen, um ein angenehmer und gelassener Vierbeiner zu werden.   Unsere Patenfamilien werden auch im Umgang mit unseren sehbehinderten Kunden sensibilisiert, indem sie z.B. selber ausgerüstet mit Dunkelbrille und ihrem Patenhund den Weg durch den Bahnhof suchen. Durch unzählige Kontakte an unserem jährlichen Führhundehalterseminar wächst das Verständnis für die sehbehinderten Menschen und die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Einsatzes der Patenfamilie.

Wir möchten eine Patenfamilie werden